Heute ist das Debüt-Album I Thought I Was An Alien der 25-jährigen Stephanie Sokolinski alias Soko erschienen. Ich hatte bereits das Vergnügen die Platte ausgiebig zu hören, da sie mir letzte Woche per Post zugetragen wurde. Der Titel des Albums klingt ja wirklich sehr interessant und diese Abenteuerlichkeit zieht sich auch durch die Songtitel wie People Always Look Better In The Sun, Destruction Of The Disgusting Ugly Hate oder Why Don’t You Eat Me Now.
Sehr schön ist die Beschreibung der Französin in welches Genre ihre Musik einzuordnen ist: “Wenn mich Leute nach meinem Musikstil fragen, antworte ich, dass ich vertonte Punk-Geheimnisse erzähle.”. Durch das komplette Album zieht sich eine ruhige Atmosphäre, die an einigen Stellen jedoch durch Explosionen unterbrochen wird. Dabei wird die Liebe zum Detail in jeder Sekunde deutlich. Hier und da hätte es nach meinem Geschmack zwar ein paar Eruptionen mehr gebraucht, aber die Scheibe ist in sich stimmig und macht Spaß. Gefühlvoll sind die Songs allemal: “Im Grunde ist alles, was ich tue, mich auf meiner Gitarre ausheulen.”.
Aufgenommen wurde alles in Los Angeles zusammen mit Producer Fritz Michaud. Acht Monate hat es gedauert bis das Werk vollendet war: “Nur mit einem Laptop und einem paar riesiger Lautsprecherboxen. So haben wir es fertiggestellt. Wenn wir manchmal nicht weiter wussten und nach Ideen gesucht haben, haben wir uns ein Set von Brian Enos berühmten `Oblique Strategies`-Karten geschnappt und das getan, was darauf zu lesen war!”.
Live gibt es Soko übrigens auch bald zu sehen:
31.03. – Berlin – Privatclub
01.04. – München – Ampere
02.04. – Wiesbaden – Schlachthof
03.04. – Köln – Gebäude 9
04.04. – Hamburg – Molotow

